Stiftung Humboldt Forum Berlin

Vom Kloster
zum Humboldt Forum

Wenn, dann aber richtig. In Berlin will das im Sommer 2021 neueröffnete Humboldt Forum im wiedererrichteten Stadtschloss Maßstäbe setzen. Auch in Sachen Inklusion. Mit einem eigens entwickelten Tastbuch erleben sehende, sehbehinderte und blinde Menschen nun 700 Jahre Berliner Geschichte.

Vom Kloster, über Schloss, Aufmarschplatz und Palast der Republik – der Ort in der Mitte Berlins hat eine bewegte Geschichte. Hier haben die Mächtigen gebaut, umgebaut, abgerissen und immer wieder neu geplant. Im Humboldt Forum kann diese Geschichte nun mit den Fingerspitzen, den Augen oder den Ohren erkundet werden.Mit einem großen taktilen Lageplan, 14 Tastbildern und Texten in Großdruck und Braille wird auf 64 Seiten die Vergangenheit des Ortes begreifbar. Eine Hörvariante ergänzt das Buch. In intensiver Fokusgruppenarbeit mit Mitgliedern des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. sind die Tastbücher entstanden und entsprechen damit den Bedürfnissen der Zielgruppe.So lässt sich anhand von Tastfolien etwa die imposante Kuppel des Schlosses mit den Fingern nachfahren, auch Details an der Fassade werden sichtbar und tastbar. Audiobeschreibungen zu allen Stationen vom Kloster zum Schloss komplettieren das Angebot für die Besucherinnen und Besucher.Herausgegeben von der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss kann das Buch zum Preis von 24,90 € im Humboldt Forum gekauft werden.

Blick ins Buch

Studioaufnahme des geschlossenen taktilen Buches "Vom Kloster zum Humboldt Forum" auf weißem Hintergrund. Der Fokus des Bildes liegt auf dem Titel des Buches in fetten Großbuchstaben. Diese wurden in leuchtendem Neongelb abgebildet und sind auf dem dunkelgrauen Hintergrund des Covers gedruckt.
Eine weitere Studioaufnahme des Tastbuches mit Fokus auf den Buchrücken. Dieser fällt besonders durch seine grelle, neon-gelbe Farbgebung auf. Die auf dem Buchrücken abgebildete Schwarzschrift ist außerdem in transparenter Brailleschrift umgesetzt.
Eine Nahaufnahme des Buchcovers. Hier liegt der Fokus auf der transparenten Brailleschrift welche durch das einfallende Licht wie funkelnde Wassertropfen wirken.
Links: Eine Person beim lesen der Brailleschrift auf einer Textseite des Tastbuche. Rechts: Nahaufnahme typografischer Details einer Textseite mit Schwarzschrift und transparenter Braille
Abgebildet ist ein Ausschnitt des aufgeschlagene Tastbuchs. Der Fokus des Bildes liegt auf dem Reitersystem, welches das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt. Neben dem aufgedruckten Titel des jeweiligen Kapitel, helfen die kleinen an Icons erinnernden Grafiken bei der Orientierung.
Ein Blick ins Buch. Zu sehen ist der grafisch umgesetzte Lageplan mit transparenten, taktilen Linien. Die dazugehörige ausklappbare Legende erstreckt sich über den linken Teil des Bildes und ist an der unteren Ecke im Anschnitt dargestellt.
Eine Person beim lesen des aufgeklappten Lageplans mit Legende

Tastfolien

Eine Nahaufnahme der grafisch umgesetzten Illustration des kaiserlichen Schlosses. Über jeder der detailgetreuen Abbildungen liegt das Motiv umgesetzt in Form einer tiefgezogenen Folie auf. Dadurch sind alle Motive des Buches auch taktil erfahrbar.
Das Foto zeigt die transparente tiefgezogene Tastfolie des kaiserlichen Schlosses auf dunklem Untergrund. Selbst kleinste Details der Gebäudefassade sind ertastbar.
Das Foto zeigt die transparente tiefgezogene Tastfolie der Kolsterkirche.

Detailseiten

Das Foto zeigt eine Person, die das Kapitel Fabelwesen im taktilen Tastbuch aufschlägt.
Links: Großaufnahme der transparenten Tastfolie mit Abbildung des Schlusssteines/Backstein aus dem Dominikanerkloster. Auf dem Backstein zu sehen sind im Kreis angeordnete Blütenblätter. Rechts: Taktile Abbildung des männlichen Fabelwesens, dass den Mittelbalkon des Kurfürstlichen Schlosses schmückte.

Projektdetails

Projektumfang:  Moderation von Fokusgruppen-Workshops, Erstellung und Produktion des Tastbuches mit sechs Tastfolien sowie acht taktilen Detailabbildungen, Grafikdesign und Layout, Konzeptions und Digitalisierung der Tastabbildungen, Produktionsbetreuung

Foto eines männlichen Fabelwesens, dass den Mittelbalkon des Kurfürstlichen Schlosses schmückte. Es ist eine Gestalt aus Mensch, Tier und Pflanze. Auf dem Kopf wachsen Hörner, aus dem Gesicht ragt der Bart, der Rücken ist mit Flügeln versehen, und der Unterkörper mündet in einen geringelten Schwanz, dessen Ende in Blattwerk übergeht.
Es sind mehrere lose Seiten auf einem Tisch verteilt szu sehen.
Bild einer tastenden Person bei einem der Fokusgruppentreffen mit Schwelldrucken
Aufnahme mehrerer Teilnehmer*innen bei einem der Fokusgruppentreffen. Getestet wurden die taktilen Elemente des Tastbuches mit der Zuhilfenahme von Schwelldrucken
Einer Person testet einen der Schwelldrucke des taktilen Lageplans während einem Fokusgruppentreffen
Aufnahme mehrerer Teilnehmerinnen bei einem der Fokusgruppentreffen.
Bild mit zwei Personen bei einem der Fokusgruppentreffen mit Schwelldrucken
Abbildung mehrer konzeptioneller Entwürfe während der Umsetzung des Tastbuches. Zu sehen sind Zeichnungen der Grafik keiserliches Schloss und Schwelldrucke des Motivs "Segelboot"
Weitere Abbildung einer taktilen Tastfolie mit dazugehöriger Grafik
Makin-of Aufnahme aus dem inkl-Design Büro. Zwei Mitarbeiter*innen fotografieren das Tastbuch. Im Raum ist eine professionelle Beleuchtung mit Scheinwerfern und Ringlicht aufgebaut.
Abbildung der Konzeptphase zum Motiv Schlussstein. Zu sehen ist der Prozess von der fotografischen Abbildung des Objekts über eine Zeichnung hin zur Variante mit taktilen Linien
Detailaufnahme des Schlusssteines/Backstein aus dem Dominikanerkloster auf rotem Hintergrund. Auf dem Backstein zu sehen sind im Kreis angeordnete Blütenblätter.

Kunstsammlungen Chemnitz

Großstadt,
Planstadt, Stadt der Zukunft

Kaum eine Stadt in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten einem so steten und tiefgreifenden Wandel gegenübergesehen wie Chemnitz. Die heute drittgrößte Stadt Sachsens besitzt mit dem Schlossbergmuseum ein Haus, welches die bewegte Geschichte der Stadt lebendig werden lässt.

Von einer bevölkerungsreichen Großstadt während der Industrialisierung, über starke Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau als sozialistische Planstadt Karl-Marx-Stadt, hat Chemnitz viele Facetten durchlebt. Das Museum für Stadtgeschichte zeigt sie nun mit Hilfe von vier neuen Tastmodellen.

In den Räumen der Kloster- und Schlossanlage auf dem Chemnitzer Schlossberg flankieren die inkl-Modelle bereits vorhandene Stadtmodelle und machen so die Ausstellung ein gutes Stück inklusiver.

Die vier taktilen Stadtmodelle zeigen die jeweilige Bebauung um 1500, um 1930 und 2020. Eines der Modelle ist ein Planungsmodell aus dem Jahr 1960. Es dokumentiert die Vorstellungen der Städtebauer*innen für die Errichtung einer Idealstadt nach den Maßstäben einer sozialistischen Gesellschaft.
In ihrer Parallelität sind die Modelle die ideale Erweiterung der bereits vorhandenen Darstellungen und bieten blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen die Möglichkeit, die Stadtentwicklung Chemnitz vom kleinen Handelsplatz zur geschäftigen Großstadt, taktil nachzuvollziehen.

Auf jedem Tastmodell wurde im Grundriss die flächige Stadtausdehnung taktil hervorgehoben und bauliche Konstanten wie das Rathaus, Jakobikirche, der Rote Turm, Johanniskirche und das Kaufhaus Schocken als 3D-Modelle aufgestellt. Sie dienen im Straßenverlauf als Fixpunkte zur Orientierung.

Im Eingangsbereich haben wir außerdem ein Tastmodell des Schlossberg-Areals entworfen und produziert. Darauf sind das Schloss und die Klosteranlage als vollplastisches 3D-Modell taktil erfahrbar. Verschiedene Materialien bilden erhaltene beziehungsweise rekonstruierte Gebäude im Kontrast zu zerstörten Bauten ab.

Für die bessere Orientierung innerhalb des Gebäudes steht darüber hinaus ein mobiler Tastplan bereit, mit dem die Besucherinnen und Besucher sich selbstständig und unabhängig im Museum bewegen können.

Tastmodelle im Raum

Das Foto zeigt einen Ausstellungsraum des Schlossbergmuseums Chemnitz. Fußboden und Decke sind aus Holz gefertigt, weiße Wände unterteilen den großen Raum in verschiedenen Bereiche. Im Vordergrund steht eines der vier Tastmodelle auf einem weißen Metalltisch. Ein Besucher ist schemenhaft links und rechts des Tisches zu erkennen. Er betastet das Stadtmodell.
Foto eines der taktilen Stadtmodelle von einer Ecke des Tisches aus aufgenommen. Im Vordergrund daher ein vergrößertes Detail des Modells in orangenem Farbton. Es zeigt beispielhaft die damalige Größe und Anordnung der Bebauung von Chemnitz. Im Hintergrund ein weiteres Modell der Stadt in einer großen Glasvitrine sowie eine Wand mit Gemälden.
Zwei Detailfotos: Links eine Beschriftung des Modells – das Wort „Rathaus“ als kontrastreiche, tastbare Beschriftung und in Brailleschrift. Rechts einige Häuser als vergrößertes Detail.
Ein Ausstellungsraume des Schlossbergmuseums in dem ein älteres Stadtmodell in einer großen Glasvitrine gezeigt wird. In unmittelbarer Nähe zu diesem Modell unter Glas die vier Tastmodelle von inkl.Design, die zum Anfassen einladen.
Eines der tastbaren Stadtmodelle in einem Ausstellungsraum. Im Hintergrund Gemälde an den Wänden. Ein Besucher, der nur schemenhaft erkennbar ist, betastet die deutlich erkennbare Kirche St. Jacobi auf dem Stadtmodell.
Detailaufnahme: Bei jedem der vier Tastmodelle wird an einer Ecke des Modells ein vergrößerter Ausschnitt der Bebauung dreidimensional dargestellt. Dieses Foto zeigt die Bebauung des Jahres 1930.
Blick in einen Ausstellungsraum, in dem eines der Tastmodelle und ein älteres Modell unter Glas nebeneinander stehen. Im Hintergrund weitere Ausstellungsstücke.

Studiofotos

Das taktile Stadtmodell des Jahres 2020 in einer Gesamtansicht. Die Basis bildet ein tastbarer Grundriss. Darauf sind einige Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie Rathaus und Jacobikirche, als dreidimensionale Gebäude verortet. Sie sind kontrastreich aus einem tiefschwarzen Material hergestellt. In einer Ecke des Modells ein dreidimensionales Detail der Bebauung, ebenfalls kontrastreich in orange. Umlaufend ist eine kontrastreiche Beschriftung zu erkennen. Das Modell ruht auf einem weißen Metalltisch mit orangefarbenen Akzenten.
Detailabbildung der tastbaren Beschriftung. Hier das Wort „Chemnitz“.
Eine Großaufnahme zeigt zwei Hände, die die Ecke des Modells abtasten, an der ein dreidimensionales Detail der Bebauung zu finden ist. Deutlich erkennbar ist der Unterbau: Ein weißer Metalltisch mit der Gravur „inkl. design“, darauf eine ebenfalls weiße Wanne aus Metall, die das Modell trägt. Zwischen den beiden eine orangefarbene Platte.
Eine Detailaufnahme zeigt den tastbaren Grundriss und die ebenfalls tastbare Beschriftung eines der Modelle.
Zwei Hände, von rechts ins Bild kommend, betasten eines der Modelle.
Detailaufnahme der tastbaren, dreidimensionalen Gebäude vom Rathaus und Jacobikirche.
Nahaufnahme des vergrößerten Details der Bebauung, das sich in der Ecke eines jeden Modells befindet. Hier das Modell der Planstadt von 1964, das ein Hochhaus und eine Kongresshalle zeigt.
Eine Hand, von links ins Bild kommend, betasten die Beschriftung des Modells der Planstadt von 1964.

Inklusion im Detail

Detail der tastbaren Beschriftung „Roter Turm“, auch in Brailleschrift.
Finger tasten eine Braille-Beschriftung. Im Hintergrund unscharf das Tastmodell.
Nahaufnahme des taktilen Grundrisses, der jeweils die Basis des Tastmodells bildet. Hier im Bild in orangenem Farbton herausgehoben, der Ausschnitt innerhalb des Grundrisses, der jeweils in der Ecke des Tastmodells als dreidimensionales Detail gezeigt wird. Eine taktile Punktlinie verbindet Ausschnitt und dreidimensionales Detail.
Zwei Detailaufnahmen, die den Verlauf des Flusses Chemnitz auf dem taktilen Grundriss zeigen. Der Fluss ist in blauer Farbe hervorgehoben und durch tastbare Wellenlinien taktil nachvollziehbar.
Detailaufnahme der Gravur „inkl. design“ auf dem weißen Tisch, der das Modell trägt.

Projektdetails

Projektumfang: Didaktikkonzept zur Vermittlung der Ausstellungsinhalte an blinde und sehbehinderte Menschen, Moderation und Organisation von Fokusgruppen-Workshops, Konzeption und Umsetzung der Tastmodelle inklusive Produktdesign, 3D-Daten-Erstellung, Grafikdesign, Produktionsbetreuung und -überwachung
Links eine Aufnahme aus dem Büro von inkl.Design: das Team begutachtet eines der dreidimensionalen Modelle.
Die Grundplatte eines Tastmodells liegend auf einer Holzpalette – Vorbereitung für den Transport.
Das Foto zeigt zwei Hände, die mit einem Werkzeug die Grundplatte eines taktilem Modells bearbeiten.
Orangefarbene Spanngurte beschriftet mit inkl.Design liegen auf dem Asphalt, im Hintergrund ein Auto.
Eine Mitarbeiterin von inkl.Design in einem hellen Raum in dem mehrere der weißen Metalltische stehen. Sie arbeitet am Zusammenbau der Tische.
Zwei Mitarbeitende von inkl.Design in einem Transporter. Sie verladen die Modelle.
Eine Nahaufnahme der taktilen Grundplatte eines Modells. Deutlich erkennbar verschiedenen tastbare Strukturen und Farben.
Nahaufnahme eines der dreidimensionalen Gebäude in einem matten, dunkelgrauen Farbton.
Ein Mitarbeiter von inkl.Design beim Aufbau des Tastmodells vor Ort im Museum.
Mehrere der schwarzen dreidimensionalen Gebäude liegen auf einer Folie.
Eine Aufnahme von oben zeigt vier taktile Grundrisse der Tastmodelle im Quadrat angeordnet auf einem großen Tisch.
Gregor Strutz von inkl.Design befühlt mit zufriedenem Gesichtsausdruck eines der Tastmodelle im Museum.
Gregor Strutz von Inkl Design testet ein drehbares Tastmodell im Museum.

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen,
Schloss Gottorf

Perspektiven wechseln

Dem Berliner Maler Christopher Lehmpfuhl ist im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Schloss Gottorf in Schleswig die Sonderausstellung „Farbrausch“ gewidmet. 140 Werke des Malers werden gezeigt. Zwei davon sind nun auch blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich.

Als „haptisch“ bezeichnet Christoph Lehmpfuhl seine Kunst selber. Seine imposanten Ölgemälde leben von den ausgeprägten Strukturen aus Farbe, die der Künstler mit den Händen auf die Leinwand bringt. Von Nahem bestaunen die Betrachter*innen einen Farbrausch aus unterschiedlichen Ebenen und Texturen, von Weitem werden die Motive sichtbarer.
Doch wie erklärt sich das Phänomen der Perspektive einer Person, die nicht sieht? Wie fühlt sich Farbe an, die Falten wirft?

Für den inklusiven Ansatz wurden ein großformatiges Ölgemälde eines Bergpanoramas, mit dem Titel „Glockner-Duett“ und ein kleinformatiges Ölgemälde mit dem Titel „Gläserstillleben“ ausgewählt.

In einem Tastgemälde des Bergpanoramas werden mit Reliefs in verschiedenen Höhen die Proportionen des Originals nachempfunden. Die Finger gleiten über Farb-Hügel und Täler aus Acryl und ertasten verschiedene Strukturen.

Das Stillleben aus Gläsern und Flasche wurde in drei verschiedenen, taktilen Varianten nachempfunden. Eine perspektivisch verzerrte Darstellung, die das Phänomen der Perspektive anschaulich macht und ein klassisches Tastgemälde lassen die Rezeption des Werks auf verschiedenen Ebenen zu.

Die Tastmodelle stehen jeweils ihrem Original-Ölbild gegenüber und sind damit nicht nur für blinde und sehbehinderte Menschen, sondern für alle Besucher*innen ein besonderes haptisches Erlebnis.

„Ich freue mich sehr, dass diese Ausstellung auch für blinde Besucher zugänglich gemacht wurde und sie auf diese Weise auch einen Zugang zu meiner Malerei bekommen können“, sagt der Künstler in einem E-Guide zur Schau. „Es ist für mich etwas sehr Besonderes und Neues.“

Tastgemälde Gläserstillleben

Blick in einen Ausstellungsraum des Schleswig Holsteinischen Landesmusems Schloss Gottorf. An den Wänden die Gemälde des Künstlers Lehmpfuhl, im Raum das Tastmodell zum Gläserstilleben auf einem Tisch. Unscharf zwei Besucher der Ausstellung.
Foto von Gemälden und entsprechenden Tastmodellen des Künstlers „Lehmpfuhl“ mit Betrachter im „Schleswig Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.“
Foto von den drei Tastmodellen zum Gemälde „Gläserstillleben“ auf einem Tisch. Ganz links Infotext, dann das Dreidimensionale Modell des Gemäldes, daneben eine perspektiv verzerrte dreidimensionale Ansicht und ganz rechts eine zweidimensionale Abbildung des Gemäldes mit tastbaren Linien.
Nahaufnahme des Gemäldes „Gläserstillleben“ an einer weißen Wand. Unmittelbar davor das entsprechende dreiteilige Tastmodell auf einem Tisch.

Tastgemälde Glockner-Duett

Blick von oben in eine Ecke der Ausstellungshalle. An der linken Wand das sehr große, zweiteilige Gemälde „Bergwelten“. Davor auf einem Tisch das Tastmodell zum Gemälde.
Blick in eine lange Ausstellungshalle. Rechts an den Wänden die Gemälde des Künstlers. Ganz vorn das Gemälde „Bergwelten“, vor dem das dazugehörige Tastmodell auf einem Tisch zu sehen ist. Am Tisch, unscharf, eine Person.
Blick von oben auf den gesamten Tisch mit Tastmodell zum Gemälde „Bergwelten“. Rechts ist ein Aufmerksamkeitsfeld und ein QR-Code zu sehen.
Hier sieht man ein Detail des taktilen Tastobjektes und an den Wänden dahinter kann man das Gemälde „Bergwelten“ erkennen.

Studiofotos

Detailfoto taktiles Tastmodell „Gläserstillleben“ des Künstlers Lehmpfuhl in „Schleswig Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.
Seitenansicht mit Gläsern und Flasche des taktilen Tastmodells „Gläserstillleben“ mit Blick auf die Halterung für Langstock und Unterarmstütze.
Foto mit Gläsern und Flasche in unterschiedlichen Variationen des taktilen Tastmodells „Glä- serstillleben“ des Künstlers „Lehmpfuhl“ auf Tisch in „Schleswig Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.“
Foto mit Gläsern und Flasche in unterschiedlichen Variationen des taktilen Tastmodells „Gläserstillleben“ des Künstlers „Lehmpfuhl“ auf Tisch in „Schleswig Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.“
Detailfoto eines Tastmodells im 2D-Relief des Gemäldes „Gläserstillleben“ des Künstlers „Lehmpfuhl“ in „Schleswig Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.“
Es sind in eine seitliche Aufnahme die Aufbauten der beiden Tastmodelle „Gläserstilleben“ und „Bergwelten“ zu sehen.
Es wird die Zusammenstellung der Tastmodellen „Gläserstilleben“ und „Bergwelten“ in unterschiedlichen Variationen von oben gezeigt.

Inklusion im Detail

Detailfoto mit Tastmodell „Gläserstilleben“ welches von einer Person mit beiden Händen ertastet wird.
Detailaufnahme der Strukturen des Tastmodells „Bergwelten“.
Nahaufnahme vom Stufenaufbau und unterschiedlichen Strukturen des Tastmodells „Bergwelten“.
Von einer sehbehinderten Frau wird die tastbare Perspektive des Gläserstilleben erfühlt. Zusätzlich sieht man in einer Nahaufnahme die Halterung für Langstock und Unterarmstütze.
Detailfoto des Tastmodells „Bergwelten“ welches von einer Frau mit beiden Händen ertastet wird.
Detailaufnahme vom Stufenaufbau und den unterschiedlichen Strukturen des Tastmodells „Bergwelten“.

Projektdetails

Projektumfang: Didaktikkonzept zur Vermittlung der Ausstellungsinhalte an blinde und sehbehinderte Menschen, Moderation und Organisation von Fokusgruppen-Workshops, Konzeption und Umsetzung der Tastmodelle inklusive Produktdesign, 3D-Daten-Erstellung, Grafikdesign, Produktionsbetreuung und -überwachung
Blick ins Studio inkl.Design. An einem Tisch wird von einem Mitarbeiter das Tastmodell „Gläserstilleben“ zusammengestellt.
Auf dem Foto sieht man eine Mitarbeiterbesprechung in Mitten der Tastmodelle „Gläserstilleben“ und „Bergwelten“.
Foto von der Zusammenstellung des Tastmodells „Bergwelten“ in den Räumen des Studio inkl.Design.
Foto von der Zusammenstellung des Tastmodells „Bergwelten“ im Studio inkl.Design.
Detailaufnahme eines Glasgefäßes des Tastmodells „Gläserstilleben“ im Studio inkl.Design.
Foto zeigt das Tastmodell „Bergwelten“ im Studio inkl.Design während des Zusammebaus.
Im Bild sieht man einen Mitarbeiter beim Aufbau des Tastmodells „Gläserstilleben“ im Studio inkl.Design.
Eine Mitarbeiterin von inkl.Design begutachtet die Qualität der Produktion des Tastmodells „Bergwelten“.
Es werden zwei Mitarbeitern im inkl.Design Studio gezeigt. Sie sind mit der Qualitätskontrolle des Stockhalters beschäftigt.
Nahaufnahme vom Aufbau des Tastmodells „Bergwelten“.
Eine Mitarbeiterin von inkl.Design begutachtet die Qualität der Produktion des Tastmodells „Bergwelten“.
Foto vom Tastmodell Gemälde „Bergwelten“. Die tastbaren Linien werden von einer jungen Frau mit beiden Händen befühlt.
Auf dem Foto sieht man einen Mitarbeiter bei der Produktfotografie des Tastmodells „Gläserstilleben“ im Studio inkl.Design.

Jüdisches Museum Berlin

Architektur der Emotionen

Das Jüdische Museum in Berlin ist Europas größtes jüdisches Museum. Der Bau des Architekten Daniel Libeskind ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Sein Grundriss beschreibt die Brüche, Verwerfungen und Abgründe in der Geschichte des Judentums und des Holocaust. Diese auch in taktilen Übersichtsplänen erfahrbar zu machen, war unsere Aufgabe.

Ein Museum gewordener, geborstener Davidstern ist Symbol und Erfahrungsraum zugleich. Dieser Raum mit all seinen Schächten, schiefen Wänden und unübersichtlichen Wegen führt die Besucherinnen und Besucher auf schwankenden Grund. Die neuen taktilen Übersichtsmodelle bieten Orientierung.

Um Gäste aus aller Welt durch den mehrgeschossigen Bau mit seiner neugestalteten Dauerausstellung zu leiten, haben wir zunächst wichtige Orientierungspunkte im Museum identifiziert. Zusammen mit dem Jüdischen Museum und einer Fokusgruppe wurde das Konzept auf seinen praktischen Nutzen hin überprüft, bevor inkl.Design die Orientierungspläne entwarf.

Heute fügen sie sich nahtlos in die Gestaltung der Räume ein und machen gleichzeitig das Thema Inklusion ästhetisch anspruchsvoll sichtbar. Die Orientierungspläne bieten Informationen in deutsch und englisch. Ihre Beschriftung erfolgte in Braille- und Profilschrift sowie mit einem gut lesbaren hohen Kontrastwert.

Neben den Übersichtsplänen haben wir zwei Tastgemälde für das Jüdische Museum entworfen. Eines zeigt ein Porträt von Albertine Heine, welches anlässlich ihrer Hochzeit mit Paul Mendelssohn-Bartholdy entstand. Der Enkel des berühmten Philosophen Moses Mendelsohn war lange heimlich mit Albertine verlobt, sein Vater lehnte die Verbindung ab.

Der hochauflösende Druck des üppigen Motivs ist mit transparentem Acryl überzogen, erhabene Linien machen das Sichtbare schematisch fühlbar.

Das zweite Tastgemälde zeigt eine Darstellung des Künstlers Jankel Adler zum Thema Sabbat. Die Szene zeigt die häusliche Ruhe am wöchentlichen Feiertag.

Tastgemälde Albertine Heine als Braut

Foto von einem Raum im Jüdischen Museum, Berlin. In der Mitte das Gemälde „Albertine Heine als Braut“. Das Bild hängt an einer blauen Wand. Das Ölgemälde zeigt Albertine Albert im Brautkleid vor einem roten, leicht geöffneten Vorhang. Vor dem Kunstwerk befindet sich das zugehörige Tastmodell inkl. Erklärung in Braille. Zwei Besucherinnen sind unscharf im Hintergrund auf der linken Seite zu erkennen.
Zwei Fotos von einem Raum im Jüdischen Museum, Berlin. In der Mitte des linken Bildes das Gemälde „Albertine Heine als Braut“ an der Wand mit Tastmodell des Kunstwerkes und Erklärung in Schwarzschrift und Braille davor auf einem Tisch. Auf dem rechten Foto eine ältere Person im Rollstuhl neben dem Tastmodells des Kunstwerkes.
Detailfoto des Tastmodells „Albertine Heine als Braut“. Ausschnitt der oberen rechten Hälfte mit „Albertine“ im Brautkleid und dem aus Acryl nachgeahmten Prunkrahmen.
Detailfoto des Tastmodells „Albertine Heine als Braut“. Ausschnitt der oberen rechten Hälfte nach rechts gekippt. Eine Hand ertastet den aus Acryl nachgeahmten Prunkrahmen.

Tastgemälde Sabbat

Foto vom Gemälde „Sabbat“ von Janker Adler in Jüdischen Museum, Berlin. Das Kunstwerk hängt an einer Glaswand, die in der Mitte des Raumes steht. Links daneben erkennt man ein weiteres viel kleineres Bild vom selben Künstler, das eine Frau zeigt.
Zwei Fotos vom Gemälde „Sabbat“ von Janker Adler im Jüdischen Museum, Berlin. Das linke Bild zeigt das Kunstwerk auf einem mobilen Tastplan. Rechts auf dem Plan sieht man das zu ertastende Bild, links die Beschreibung in Profilschrift und Braille. Der mobile Tastplan liegt auf einer weißen Bank. Auf der rechten Seite im Plan befindet sich ein Schlitz zum besseren halten mit der Hand.
Detailfoto vom Tastmodell des Gemäldes „Sabbat“ von Janker Adler. Zu sehen ist die rechte Hälfte des Tastplans mit dem Kunstwerk in Acryl. Zwei Hände ertasten das Tastgemälde.
Detailfoto vom Tastmodell des Gemäldes „Sabbat“ von Janker Adler. Zu sehen sind Teile der rechten Hälfte des Tastplans mit dem Kunstwerk in Acryl, sowie Teile der linken Hälfte mit Beschreibung in Profilschrift und in Braille.

Taktile Übersichtspläne

Foto von einem Innenraum des Jüdisches Museum, Berlin. Der Raum gleicht einem Flur, der auf eine blaue Ausstellungswand zu läuft, an welcher zwei Gemälde hängen. Der Raum wird im oberen Abschnitt, nahe der Decke, von mehreren weißen Streben durchzogen, auf denen mit blauer Schrift auf weißem Grund Zitate nieder geschrieben sind. Auf der rechten Seite an der Wand stehend sieht man einen Tastplan, welcher der Orientierung sehbehinderter Menschen im Museumsbau dient.
Zwei Fotos vom Tastplan zur Orientierung im Jüdischen Museum, Berlin. Das rechte Foto zeigt eine Detail-Ansicht des Tastplans mit gekennzeichnetem eigenen Standort. Auf dem rechten Foto ist eine Frau beim Ertasten des Plans für die Orientierung im Museumsbau zu sehen. Im Hintergrund oben an der Decke sind weisse Streben von Wand zu Wand zu erkennen mit blauen Schriftzügen auf weiße Grund.
Foto vom Tastplan auf einem Tisch für die Orientierung im Jüdischen Museum, Berlin. Der Tastplan zeigt auf der rechten Seite den Teil des Museums, in dem sich die Besucherin grade befindet. Auf der linken Seite unten kleiner erkennt man den gesamten Museumsbau als Tastplan. Links vorne am Tisch befindet sich eine Stockhalterung mit Nummer.
Zwei Fotos eines horizontal an der Wand befestigen Tastplans im Jüdischen Museum, Berlin. Auf dem linken Bild sieht man den horizontal an der Wand befestigten Tastplan. Dieser Plan zeigt einen Ausschnitt des Museums als Tastplan mit einem Stockhalter an der linken Seite. Auf der rechten Seite ist ein Detail-Bild mit dem Schriftzug: Ihr Standort“ in Profilschrift und Braille zu erkennen. Die Braille Schrift wird von einer Hand ertastet.
Foto vom Tastplan im Jüdisches Museum, Berlin auf einem Tisch befestigt. Der Tisch steht links in einer Ecke die er ganz ausfüllt. Rechts davon endet die Wand und gibt den Blick auf den dahinter liegenden Ausstellungsraum mit Exponaten frei.
Zwei Fotos von einem Tastplan im Jüdischen Museum, Berlin auf einem Tisch. Links am Tastplan ist ein Stockhalter befestigt. Auf den linken Foto ertastet eine an der Seite des Tisches stehende Frau Teile des Plans.

Inklusion im Detail

Foto vom einem Tastplan im Jüdischen Museum, Berlin. Auf einem Foto ertastet eine davorstehende Frau mit beiden Händen den Plan. Rechts von ihr ist ihr Blindenstock in den Stockhalter gestellt. Hinten links erkennt man zwei Personen, die von links ins Bild gehen.
Zwei Fotos von einem Tastplan im Jüdischen Museum. Das Bild links zeigt einen Blindenstock im Stockhalter im Detail. Das Bild rechts zeigt eine Detailaufnahme des Tastplans.
Detailfoto des Tastplans im Jüdischen Museum für die Orientierung im Museumsbau im Eingangsbereich.
Detailfoto vom Tastplan im Jüdischen Museum, Berlin mit dem Schriftzug in Profilschrift und Braille „Familienalbum“ auf Deutsch und Englisch
Zwei Detailfotos vom Tastplan im Jüdischen Museum, Berlin. Das linke Bild zeigt einen kleinen Ausschnitt einer Kante des Tastplans. Das rechte Bild zeigt ebenfalls einen nur kleinen Ausschnitt mit dem Schriftzug in Profilschrift und Braille „1. Etage“ auf Deutsch und Englisch
Detailfoto vom oberen Teil eines Tastmodells. Das Bild zeigt das Gemälde „Albertine Heine als Braut“ im Jüdischen Museum, Berlin
Zwei Fotos vom Tastmodell des Gemäldes „Albertine Heine als Braut“. Das linke Foto ist ein Deatil Foto des Stockhalters am Tisch des Tastmodells mit Nummer und Braille-Schrift. Das rechte Foto zeigt den oberen Teil des Tastgemäldes und zwei tastenden Hände.
Detailfoto von der oberen rechten Ecke des Tastmodell des Gemäldes „Sabbat“ von Janker Adler aus dem Jüdischen Museum, Berlin
Zwei Fotos vom Tastmodell des Gemäldes „Sabbat“ von Janker Adler. Das linke Foto ist eine Detail Ansicht der Mitte des Acryl-Tastmodells und zeigt Teile der Struktur. Das rechte Foto zeigt ein Frau in der Mitte des Fotos sitzend auf einer Bank und ein mobiles Tastgemälde auf dem Schoß. Die Frau ertastet die Mitte des Bildes.
Das Foto zeigt eine Detail-Ansicht des Tast-Gemäldes „Sabbat“ von Janker Adler. Zwei Hände ertasten das Bild.

Projektdetails

Projektumfang:  Didaktikkonzept zur Vermittlung der Ausstellungsinhalte an blinde und sehbehinderte Menschen, Moderation und Organisation von Fokusgruppen-Workshops, Konzeption und Umsetzung der Tastmodelle inklusive Produktdesign, 3D-Daten-Erstellung, Grafikdesign, Produktionsbetreuung und -überwachung

KZ-Gedenkstätte Dachau

Erinnern und Gedenken

Die KZ-Gedenkstätte Dachau setzt mit einem neuen Konzept ein politisches Zeichen für Vielfalt und geht zum 75. Jahrestag der Befreiung einen wichtigen Schritt in Sachen Inklusion. Menschen mit Einschränkungen – auch sie gehörten bis 1945 zur Gruppe derer, die an diesem Ort unermessliches Leid erfuhren – können sich heute das Gelände mit Hilfe eigens konzipierter Medien eigenständig und autark erschließen.

Das Kernstück unserer Arbeit in Dachau ist ein neuartiges Tastmodell aus Metall, welches einen Überblick über die Gedenkstätte heute und die Ausdehnung des KZ-Geländes im Jahr 1945 ermöglicht.

Vorteilhaft an diesem für alle Menschen gleichermaßen leicht zugänglichem Modell ist nicht nur ein verschließbarer Klapp-Mechanismus, der den Aufbau auch in Außenräumen schützt, sondern auch eine farbige Darstellungen der Gebäude, die es auch sehbehinderten Menschen leicht macht zu erkennen.

Begleitend informiert ein taktiles Medium, welches beim Rundgang mitgeführt werden kann.

Mit Audiobeschreibungen, Brailleschrift, tastbarer Profilschrift und Texten in Kontrasten für Sehbehinderte in Deutsch und Englisch macht es bei einem Besuch der Gedenkstätte Unfassbares begreiflich. Dem in seinem Ergebnis in Deutschland bisher einzigartigen Projekt ging ein aufwendiges Ringen um die beste Lösung voraus, viele Beteiligte in der Jury, darunter Vertreter des Comité International de Dachau, gaben der Entscheidung für das inkl.Design-Konzept Gewicht.

Foto der beiden installierten Tastmodelle vor dem Eingang zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Blick auf die Tastmodelle

Foto eines Tastmodells mit Übersicht der heutigen Gedenkstätte einschließlich taktiler Beschriftungen in Braille und Profilschrift
Detailfoto eines Tastmodells mit sich im Vordergrund befindlichen Wachtürmen des KZ
Detailfoto eines Tastmodells mit sich im Vordergrund befindlichen Wachtürmen des KZ
Detailfoto eines Tastmodells mit Gebäuden des ehemaligen KZ, die durch einen Finger abgetastet werden
Detailfoto eines Tastmodells mit Darstellung diverser Gebäudekomplexe des ehemaligen KZ
Zwei Detailfotos der Tastmodelle 1945 und Heute Links: Zwei Besucherinnen im Hintergrund unterhalten sich über das Tastmodell

Renderings

Foto der Gesamtansicht beider Tastmodelle als Rendering (visuelle Darstellung)
Ein Rendering des Tastmodells im Aussenraum

Taktiles Begleitmedium

Foto der mobilen Tastpläne mit Detailinformationen zur KZ-Gedenkstätte
Detailfoto der mobilen Tastpläne mit dem Register „Einführung“, „Heute“, „1945“ und „Legende“
Zwei Detailfotos eines Tastplanes zur Darstellung von Textseiten mit Braille- und Großschrift sowie eines farbigen taktilen Lageplanes
Detailfoto eines Tastplanes mit Darstellung einer transparenten Tastfolie zur Wegeführung

Inklusion im Detail

Foto eines Rollstuhlfahrers und einer blinden tastenden Frau an einem der Tastmodelle
Zwei Fotos einer tastenden blinden Frau bei der Einweihung der Tastmodelle
Gruppenfoto von tastenden blinden Menschen bei der Einweihung der Tastmodelle
Zwei Fotos von tastenden Mitgliedern des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes
Foto der Projektverantwortlichen der KZ-Gedenkstätte und der Agentur bei der Einweihung

Projektdetails

Projektumfang: Didaktikkonzept zur Umsetzung der Vermittlungsziele für blinde und sehbehinderte Menschen, Material- und Produktionsrecherche zur Produktion von robusten Tastmodellen, Konzeption und Umsetzung eines abschließbaren Modellträgers, Planung und Umsetzung der Tastmodelle inklusive Produktdesign und 3D-Daten-Erstellung, Grafikdesign von Begleitmedien mit taktilen Detailabbildungen in Deutsch und Englisch, Organisation und Durchführung von Fokusgruppenarbeit, Erstellung umfangreicher Audiodeskriptionstexte zur blindengerechten Bildbeschreibung, Produktion von Audiodateien, Produktionsbetreuung und –überwachung.

Foto der Montage eines Pappmodells als Funktionsmuster für den Modellbau
Ein Modell des Tastmodells aus Pappe
Eine Detailansicht eines unbehandelten Häusermodells noch verpaclkt in durchsichtiger Folie
Zwei Mitarbeiter beim Zusammenbau des Klappmechanismusses des Tastmodells
Ein Bild aus der Werkstatt beim Zusammenbau des Drehkörpers
Eine Mitarbeiterin von inkl Design beim genauen Betrachten der ausgebauten Modellplatte des Tastmodells
Detailansicht eines der kleinen Modellgebäuden des Tastmodells aus Metall
Detailansicht der Miniaturgebäude aus Metall
Ansicht einer Metallplatte mit dem Heute Schriftzug
Zeitrafferanimation des Zusammenbaus des Tastmodells vor Ort in Dachau
Zwei Mitarbeiter von Inkl Design betrachten eine ausgebaute Modellplatte des Tastmodells
Ein Mitarbeiter von inkl Design bei der ersten Besichtigung des fertigen Tastmodells in zugeklapptem Zustand
Gregor Strutz von inkl Design beim Fotografieren einer Modellplatte aus Metall
Eine Mitarbeiterin von inkl Design bei letzten Feinarbeiten am Tastmodell
Detailfoto einer ausgebauten Modellplatte aus Metall mit teilweise verschraubten Gebäudemodellen
Eine Detailaufnahme eins eingebauten Miniaturgebäudes
Eine Person beim Ertasten einer Probeproduktion von einem Teil der Gebäude der Gedenkstätte
Gregor Strutz beim erstmaligen ertasten des fertigen Modells vor Ort

LWL-Museum für Kunst und Kultur

„Mensch!“ –
ein Museumsführer der besonderen Art

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ist seit Jahren Vorreiter für barrierefreie Kunstangebote in Nordrhein-Westfalen. Wir inkl.Designer*innen wurde gebeten, ein Kunstbuch mit sechs tastbaren Gemälden aus der ständigen Sammlung des Museums zu entwickeln und herzustellen.

Die Auswahl der Gemälde folgt einem roten Faden: Wie wurden und werden Menschen in verschiedenen Epochen in der Kunst dargestellt? Wie veränderte sich deren künstlerische Ausgestaltung über die Jahrhunderte?

Vom frühen Mittelalter angefangen, in der es überhaupt keine weltlichen Darstellungen des Menschen gibt, bis hin zur Aktionskunst eines Joseph Beuys spannt sich der Bogen. Nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen, sondern alle Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber erhalten mit dem Kunstband einen außergewöhnlichen Einblick in die Münsteraner Sammlung.

Die zeitliche Spanne der Motive reicht vom 12. Jahrhundert mit dem Bockhorster Triumphkreuz, welches den leidenden Jesus so gar nicht leidend, sondern mit erhobenem Haupt zeigt, über das 16. Jahrhundert mit dem „Familienbild des Grafen Rietberg“ von Herman Tom Ring, das wie eine Heiratsannonce gelesen werden kann, bis zum 19. Jahrhundert mit dem Gemälde „Dame mit Kind“ von Ferdinand Georg Waldmüller. Für das 20. Jahrhundert stehen Paula Modersohn-Becker und Otto Mueller. Das Objekt „Küchenchef“ von Joseph Beuys schließt die außergewöhnliche Zusammenstellung.

Alle Motive sind sinnlich erfahrbar in einem Kunstband, der von einer umfänglichen Audio-CD begleitet wird. Eigens komponierte Musik und professionell eingesprochene Texte machen das Paket komplett.

Alle sechs Motive sind mit transparent gedruckten, taktilen Strukturen versehen, welche auf dem farbigen Original die wichtigsten Details der Bildkomposition wiedergeben. In Kombination mit der Audio-Beschreibung ergibt sich ein umfassender Eindruck für die Betrachtenden.

Zusätzlich zum Kunstbuch haben wir fünf der Motive auch als mobile Tastgemälde produziert. Ihr geringes Gewicht, die handlichen Abmaße von ca. 35 x 50 cm und eine noch prägnantere taktile Ausarbeitung, haben sich bereits bei Museumsführungen für blinde Menschen bewährt.

Blick ins Buch

Bild des tastbaren Covers mit Braille-Schrift
Ausschnitt aus dem LWL Tastbuch mit großflächiger Braille-Schrift
Detaeilaufnahme des im Tastbuch verwendeten Reitersystems. Es erleichtert die Navigation im Buch enorm
Eine Person liest die Braille Schrift auf einer Aufmacherseite im Tastbuch
Ansicht der Audio-CD mit Hörbeschreibungen im Tastbuch
Ansicht Sitzendes Zigeunermädchen aus dem Tastbuch
Abbildung des Gemäldes Dame mit Kind aus dem Tastbuch
Ausschnitt des Tastgemäldes Familienbild des Grafen Rietberg
Detailansicht des Gemäldes Dame mit Kind mit verstärkter weißer Linienführung für Menschen mit Seheinschränkung
Ausklappbare Seite mit Darstellung des Familienbildes des Grafen Rietberg
Darstellung einer Person welche die Braille-Schrift liest
Darstellung einer ausklappbaren Seite mit der Abbildung \"Küchenchef\" von Joseph Beuys

Mobile Tastgemälde

Tragetasche der Tastgemälde aus Filzstoff in der Anwendung
Ein animiertes Giff, welches das herausnehmen des Tastgemäldes aus einer Tragetasche aus grauem Filz visualisiert
Detailansicht des Tastgemäldes Graf Rietberg
Ansicht des Tastgemäldes "Sitzendes Zigeunermädchen" von Otto Mueller
Detailansicht des Tastgemäldes Zigeunermädchen
Detailansicht des Tastgemäldes Zigeunermädchen

Im Detail:
Das Bockhorster Triumphkreuz

Das Bockhorster Triumphkreuz in zwei Ansichten

Hören Sie hier den Text zur Interpretation der Skulptur „Bockhorster Triumphkreuz“.

Detailansicht des Tastgemäldes Bockhorster Triumphkreuz
Detailansicht des Tastgemäldes Bockhorster Triumphkreuz
Detailansicht des Bockhorster Triumphkreuzes

Im Detail: Paula Modersohn-Becker,
Selbstbildnis mit weißer Perlenkette

Foto mit dem mobilen Tastgemälde Selbstbildnis mit Perlenkette
Hören Sie hier den Text zur Interpretation des Gemäldes „Selbstbildnis mit weißer Perlenkette“ von Paula Modersohn-Becker.

Detailansicht der tastbaren Acrylglasplatte des Tastgemäldes Selbstbildnis mit Kette von Paula Modersohn-Becker
Detail der Perlenkette des Tastgemäldes Selbstbildnis von Paula Modersohn-Becker
Ausschnitt des LWL Tastbuches mit tastender Hand in Anwendung

Projektdetails

Projektumfang: Erstellung und Produktion des Tastbuches „Mensch!“ mit taktilen Detailabbildungen, Grafikdesign und Layout, Planung und Umsetzung von fünf mobilen Tastgemälden mit passender Tragetasche, inklusive Produktdesign und 3D-Daten-Erstellung. Betreuung Studioaufnahmen Audio-CD, Produktionsbetreuung und Musikauswahl.

Lebenshilfe Berlin

Dafür sind wir da!

Wer im Frühjahr und Sommer in Berlin mit der U- oder S-Bahn gefahren ist, wurde auf ein Jubiläum der besonderen Art aufmerksam: Die Lebenshilfe Berlin wurde 60 Jahre alt. Als Elterninitiative 1960 gegründet, ermöglichte der Verband tausenden Kindern und Erwachsenen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten ein selbstbestimmtes Leben. Das sollte groß gefeiert werden.

Deshalb bat uns die Lebenshilfe, einen selbstbewussten Auftritt zu kreieren – um zu zeigen, mit welchem Stolz und Selbstverständnis die Menschen bei der Lebenshilfe miteinander leben und arbeiten.

Uns inkl.Designer*innen hat diese Kampagne großen Spaß gemacht. Wir haben viel gelernt, gelacht und ausprobiert. Nicht zuletzt ist die Kampagne auch ein erstes und sehr feines Gemeinschaftswerk, das wir mit unseren Büro-Nachbarinnen und Nachbarn von der DiG/Plus Berlin gestaltet haben.

Herzstück des neuen Lebenshilfe-Auftritts sind die großflächigen Motive. Sie zeigen Menschen, die mitten im Leben stehen, die sich selbst verwirklichen, weil sie ernst genommen werden, wie sie sind. Die Protagonist*innen geben einen Einblick in die vielfältigen Angebote des Verbandes, dessen Ziel es ist, Menschen mit Beeinträchtigungen zu einem selbstverständlichen Teil der Gesellschaft werden zu lassen.

„Dafür sind wir da“, lautet das Motto der Lebenshilfe: für‘s Zuhören, Begleiten, Möglich- und Sichtbarmachen, was in uns steckt.

Ein besonderes Highlight waren die Fotoshootings. Alle Beteiligten – vor und hinter der Kamera – sind über sich hinausgewachsen und haben etwas Großes auf die Beine gestellt. Die Videos, die beim Shooting entstanden, fangen ehrlich und eindrucksvoll ein, was die Arbeit der Lebenshilfe ausmacht: Gemeinsam stark werden und wachsen. Wir sind schwer beeindruckt und inspiriert von den Lebenshelferinnen und -helfern.

Schauen Sie unbedingt auf die Internetseite www.dafür-sind-wir-da.de – könnte sein, dass sie die Begeisterung genauso packt wie uns.

Logo 60 Jahre Lebenshilfe
Foto des Motivs der Großfläche „Lebenshilfe rockt“ mit vier Menschen, die jährlich eine Party für Menschen mit und ohne Behinderung organisieren.
Foto des Motivs der Großfläche „Brückenbauerin“ mit einer Mitarbeiterin der interkulturellen Beratungsstelle der Lebenshilfe Berlin
Foto des Großflächen-Motivs „Träume anpacken“, das einen behinderten jungen Mann im Outfit der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zeigt und der Modedesign studieren will.

Anna ist Heilerziehungsflegerin und Sarah Klientin in der Tagesförderstätte Neukölln

Foto einer sich riesig freuenden, schwerstbehinderten jungen Frau im Rollstuhl und ihrer Betreuerin während des Fotoshootings
Foto des Großflächenmotivs „Zeigen, was man kann“ mit der schwerstbehinderten jungen Frau und ihrer Betreuerin und dem gestempelten Jubiläumslogo der Lebenshilfe Berlin
Foto, das den Fotografen beim Shooting des Motivs mit der schwerstbehinderten jungen Frau und ihrer Betreuerin zeigt
Foto des Plakatmotivs „Zeigen, was man kann“ am S-Bahnhof Gesundbrunnen

„Die Arbeit mit Menschen gibt einem viel zurück. Es ist nicht kalt, es ist warm. Und da ist viel Freude drin. Freude und Herz.“

Foto mit zwei Freude ausstrahlenden Menschen, einer Frau und eines Mannes, die sich in der Lebenshilfe Berlin beruflich kontinuierlich zu Führungskräften entwickelt haben

Mike ist Chef von 200 Mitarbeiter*innen. Als Heilerziehungspfleger hat er vor 20 Jahren bei der Lebenshilfe Berlin angefangen.

Foto des Motivs der Großfläche „Was Solides“, das einen tätowierten, muskulösen Mann zeigt, der sich vom Heilerziehungspfleger zum leitenden Mitarbeiter der Lebenshilfe entwickelt hat
Foto aus dem Shooting mit dem ehemaligen Heilerziehungspfleger und jetzigen leitenden Mitarbeiter, in den verschränkten Armen das Jubiläumslogo haltend
Foto aus dem Shooting mit zwei freundschaftlich verbundenen Wohnstättenbetreuern der Lebenshilfe, darunter einem ehemaligen Migranten aus Togo
Foto des Großflächenmotivs „Aus Überzeugung Mitmenschen“, das zwei Wohnstättenbetreuer der Lebenshilfe Berlin vorstellt, darunter einen aus dem Togo stammenden.

„Du bist wichtig und sie sind wichtig. Und sie merken, dass es echt ist. Und genau wie ich echt zu ihnen bin, sind sie echt zu mir. Das ist es, was es ausmacht.“

Abbildung des Großflächenmotivs „Ehrenfrauen“, das zwei bei der Lebenshilfe mitwirkende Frauen mit dem Jubiläumslogo zeigt
Foto aus dem Shooting „Ehrenfrauen“, das beide entspannt und fröhlich im Studio zeigt
Foto aus dem Shooting mit Fotograf und den beiden herumalbernden jungen Frauen des Großflächenmotivs „Ehrenfrauen“.

Projektdetails

Projektumfang: Beratung, Kampagnenkonzept und -planung, Mediaplanung, Casting von Klienten und Angestellten der Lebenshilfe Berlin, Fotoshooting, Grafikdesign von Plakatmotiven (Großflächen und A1) und Merchandising-Produkten, diverse Texte, Dreh und Schnitt von Videos, Entwicklung einer barrierefreien Website, Social-Media-Aktivitäten, Produktionsbetreuung

Foto der „Brückenbauerin“ im Studio, deren Haltung vom Regisseur des Fotoshootings korrigiert wird
Momentaufnahme der interkulturellen Beraterin im Studio aus dem Motiv „Brückenbauerin
Momentaufnahme der beiden „Ehrenfrauen“ im Studio
Momentaufnahme eines der Wohnstättenbetreuer aus dem Motiv „Aus Überzeugung Mitmenschen“ im Studio
Momentaufnahme der Karate-boxenden Betreuerin im Studio
Foto zweier behinderter Fußballfans von Hertha BSC und Juventus Turin aus der gleichen Wohngemeinschaft, die sich im Studio freundschaftlich umarmen
Porträtfoto einer jungen behinderten Frau aus dem Motiv „Lebenshilfe rockt“
Porträtfoto eines behinderten Aikido-Kämpfers beim Shooting
Momentaufnahme eines behinderten Aikido-Kämpfers und einer Karate-boxenden Betreuerin während des Shootings
Situationsfoto aus dem Shooting für das Motiv „Aus Überzeugung Mitmenschen“
Foto aus dem Off beim Shooting für das Motiv „Was Solides“
Foto aus dem Off beim Shooting für das Motiv „Lebenshilfe rockt“
Foto aus dem Off beim Shooting für das Motiv „Träume anpacken“
Situationsfoto aus dem Shooting für das Motiv „Träume anpacken“

Aktion Mensch e.V.

Die Bunte Bande

Wie wäre das? Alle Kinder können das gleiche Buch lesen. Sehbehinderte Kinder, blinde Kinder, gehörlose Kinder, Kinder mit Lernschwierigkeiten, deine Kinder. Es gibt keine Extrawürste mehr, keine komplizierten Sonderwege. Eine Ausgabe für alle. Kinderleicht?

Genau solch ein bahnbrechendes und wichtiges Buchprojekt haben wir inkl.Designer*innen gemeinsam mit der Aktion Mensch und dem Carlsen Verlag erstmalig in Deutschland in Angriff genommen.

Die Kinderbuchreihe „Die Bunte Bande“ um die fünf Freunde Tessa, Tom, Jule, Henry und Leo – jeder mit individuellen Stärken und Schwächen – führt auf kindgerechte und spannende Weise an Themen wie Vielfalt und Inklusion heran.

In früheren Ausgaben hatte die „Bunte Bande“ nur inhaltlich etwas mit Inklusion zu tun. Doch schnell wurde klar: wenn dann richtig. Eine komplett inklusive Ausgabe musste das Ziel sein. Weil es für die Zielgruppe – Kinder zwischen acht und elf Jahren – bisher keine vergleichbaren Bücher auf dem Markt gab, mussten wir selber zu Expert*innen werden, um ein völlig neuartiges, inklusives Buch für alle Leseanfängerinnen und Leseanfänger zu entwickeln.

Für jüngere sehbehinderte und blinde Kinder gibt es eine Handvoll gut gestalteter Bilderbücher. Endet aber die sensible Phase der Frühförderung mit dem Schuleintritt, sieht es, was ansprechendes Buchmaterial angeht, ziemlich finster aus.

Doch welche besonderen Bedürfnisse haben behinderte Kinder, wenn sie gerade Lesen lernen? Wie lassen sich Großdruck, Brailleschrift und Leichte Sprache elegant und lesefreundlich unter einen Hut kriegen? Zusammen mit Fachleuten aus Sonderpädagogik, Didaktik und Expert*innen des Alltags haben wir passende Theorien entwickelt und überzeugende Lösungen gefunden.

Nicht nur gestalterisch, sondern auch bei der Großproduktion einer Auflage von 3.500 Büchern haben wir mit der „Bunten Bande“ Neuland betreten.

Der fünfte Band „Das gestohlene Fahrrad“ ist wegweisend. Wir sind stolz auf unser erstes inkl.Design-Kinderbuch. Und das können wir auch sein, denn die von inkl.Design mit Partnerinnen und Partnern realisierte Ausgabe der Kinderbuchreihe ist Gewinner des German Design Award 2020 in der Kategorie Universal Design, bekam den Preis „Outstanding Books for Young People With Disabilities 2019“ und wurde mit dem Kimi-Siegel für Vielfalt 2018 ausgezeichnet.

Und übrigens: damit auch die früheren spannenden Geschichten um die fünf Freunde ihre kleinen Leser*innen begeistern können, haben wir auch sie alle nachträglich in Schwarzschrift und Brailleschrift realisiert. Band eins wurde zusätzlich um die Leichte Sprache ergänzt.

Blick ins Buch

"Cover des Buchs „Die Bunte Bande, Das gestohlene Fahrrad“. In der linken oberen Bildecke ein schwarzer kreisrunder Aufkleber. In ihm sind 5 bunte Hände sichtbar. Darauf steht mit großen weißen Buchstaben: \"Inklusion in Deutschland\". In der linken unteren Ecke die Siegel der Preise für die Bunte Bande"
Nahaufnahme einer Innenseite des Buches mit allen Mitgliedern der Bunten Bande und Brailleschrift
Nahaufnahme einer Innenseite des Buches. Am oberen linken Bildrand ist eine Illustration sichtbar, auf der eine Erzieherin ein Kind schminkt. Darunter ist ein Text sowohl in Schwarzschrift als auch in Braille angeordnet. Am rechten oberen Bildrand ist ein Piktogramm mit Brailleschrift angeordnet. Ein Pfeil zeigt auf die Brailleschrift der Buchseite.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Buches. Über das gesamte Format ist eine Illustration der Bunten Bande mit Erzieher Ben. Wieder sind Schwarzschrift und Brailleschrift kombiniert. Am rechten Rand des Buches lugt bereits die nächste Leichte-Sprache-Seite hervor.
Nahaufnahme einer blauen Leichte-Sprache-Seite, die immer auf eine Doppelseite mit Alltagssprache und Brailleschrift folgt. In der oberen linken Bildecke ist ein Piktogramm für Leichte Sprache angeordnet. Ein Pfeil zeigt auf die Buchseite.
Nahaufnahme einer weiteren blauen Leichte-Sprache-Seite
Auszug aus der Präsentation des inklusiven Kinderbuches ”Die Bunte Bande” mit Markierung sehbehindertenfreundlicher Gestaltungselemente
In a row, the issue of the Bunte Bande \"Das gestohlene Fahrrad\" (The Stolen Bicycle) lies next to other subsequently inclusive issues of the Bunte Bande.

Inklusion in Anwendung

Grafik einer Doppelseite mit Erklärungen zu den einzelnen Elementen der Seite
Grafik zur Erklärung des Aufbaus des Buches
Foto einer blinden Frau, die drei interessierten sehenden Kindern aus der Bunten Bande vorliest
Foto einer blinden Frau mit zwei neben ihr sitzenden Mädchen, die die Braille-Punkte in der Bunten Bande ertasten
Foto einer blinden Frau, die drei sehenden Kindern aus einem inklusiven Kinderbuch vorliest. Alle haben sichtlich Spass und lachen vergnügt.
Sechs inkl-Designer feiern mit Konfetti und Luftschlangen die Auszeichnung des Kinderbuchs. Sie halten ein Banner in der Hand mit der Aufschrift: 2019 Selection of Outstanding Books for Young People with Disabilities.

Projektdetails

Projektumfang: Entwicklung Publikationskonzept für Deutschlands erstes inklusives Kinderbuch, Beratung der Illustratoren, Beratung zu produktionstechnischen Fragen (Brailleschrift, Buchbindung, Logistik), Beratung zu Typografie, Schriften und Kontrasten, Realisierung des Braillesatzes, Lektorat der Brailletexte, Prüfung der Gestaltung auf Barrierefreiheit

Frühere Bunte-Bande-Ausgaben nebeneinander liegend.
Ein Junge schaut mit großen Augen über den oberen Rand des Buches.
eine rote Farbfläche
Eine Hand ertastet die Braille Buchstaben im Bunte Bande Buch
Eine grasgrüne Farbfläche
Ein Mädchen und zwei Jungs sitzen nebeneinander auf dem Fußboden, mit dem Rücken an eine Wand angelehnt. Das Mädchen liest den beiden Jungs die Geschichten der Bunten Bande vor.
Cover eines Probedrucks des Buchs „Die Bunte Bande, Das gestohlene Fahrrad“ mit vielen gelben Korrekturzetteln darin
Nahaufnahme einer Hand die einen Korrekturzettel in das Buch klebt
Nahaufnahme des Buchcovers „Die Bunte Bande, Der neue Bandentreff“
Eine dunkelblaue Farbfläche
Ein gemütlicher Hörsall ist zu sehen. Auf der Bühne wird das Buch „die Bunte Bande“ vorgelesen. Auf dem Boden davor, sietzen und liegen Kinder auf bunten Sitzpolstern und hören gespannt zu.
Eine leuchtend gelbe Farbfläche
Nahaufnahme einer Illustration eines Mädchens mit einem Korrekturzettel darauf
Ein Kind liest ein Bunte Bande Buch und tastet dabei über die Braillebuchstaben
Nahaufnahme einer Illustration aus dem Buch. Eine Lupe die einen Text vergrößert

Nikolaikirche Berlin

Architektur begreifen

Kieck mal an! Fast vor der eigenen Haustür und in der historischen Mitte Berlins haben wir inkl.Designer*innen zum ersten Mal ein inklusives Museumsprojekt für die Hauptstadt realisiert. Klaro, dass wir hier zu Hause all das, wofür inkl.Design steht, besonders gern und konsequent umgesetzt haben.

In der umgewidmeten Nikolaikirche wird die Kirchengeschichte Berlins erzählt. Nun stehen den Besuchenden aus aller Welt fünf neue Tastmodelle und Audioguides zur Verfügung, mit denen Kirchenarchitektur im Wandel der Zeit begreifbar wird. Die Angebote können von allen Menschen genutzt werden, egal ob mit oder ohne Behinderung lebend.

Die Essenz des Inklusionsgedanken ist in dem Projekt in einer inspirierenden Teamarbeit lebendig geworden. Auf dem Weg zu einer für alle Besucherinnen und Besucher komfortabel nutzbaren Ausstellung haben wir gemeinsam mit den Kolleg*innen des Stadtmuseums sämtliche Planungsschritte mit einer Fokusgruppe abgestimmt. Mitglieder des Sehbehindertenverbandes, Studierende der Europauniversität Viadrina im Masterstudiengang „Schutz Europäischer Kulturgüter“ sowie blinde und sehbehinderte Museumsfreundinnen und Museumsfreunde testeten kritisch unsere Entwürfe und machten so das Ergebnis umso besser.

Die neuen, hochwertigen 3D-Modelle für die Dauerausstellung verdeutlichen nun die etappenweise Entstehung der Nikolaikirche. Der Ursprung aus Feldstein, An- und Umbauten aus Backstein, später ein Kupferdach und ein Innenraum mit Kreuzrippengewölbe sind so in unterschiedlichen Modellen vor Ort nachvollziehbar. Innovative taktile Hinführungen sowie ein sinnvoller Einsatz verschiedener Materialien sind ästhetisch ansprechend und inklusiv.

In demselben Sinne inklusiv – also für alle – sind auch die Audiotexte konzipiert: sie geben blinden wie auch sehenden Menschen die Orientierung an den Modellen und beschreibende Erklärungen.

Das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin wurde in nur einem guten halben Jahr realisiert. Dit war sportlich, würden wir Berliner sagen. Und ein Volltreffer sowieso.

Foto vom Fokusgruppentreffen bei dem das Konzept anhand von Schwelldrucken erklärt wird. Hier ertastet eine blinde Frau die Westfassade der Nikolaikirche.
Inkl-Mitarbeiterin Franziska liest im Fokusgruppentreffen ihren Textentwurf vor. Inkl-Mitarbeiterin Mia hört dabei zu.
Auf dem Foto ist ein Stapel von verschiedenen Schwellpapierdrucken, die für die Fokusgruppentreffen entstanden sind, abgebildet.
Kollege Gregor erklärt einer blinden Person an einem Pappmodell der Nikolaikirche die Gestaltungsideen.
Dieses Foto zeigt zwei Figuren, die an dem Modell der Nikolaikirche montiert sind. Diese dienen dazu den Maßstab der Nikolaikirche zu begreifen.
Ein blinder Mann versucht mit Hilfe von Gregor ein Pappmodell des Gewölbes der Nikolaikirche zu begreifen.
Foto einer Hand, die die Westfassade des großen Kirchenmodells der Nikolaikirche ertastet.
Dieses Foto zeigt den Flyer für die Dauerausstellung „Architektur begreifen“; im Hintergrund befindet sich der Innenraum der Kirche.
Gruppenfoto der inkl.-Mitarbeiter bei der Arbeit in der Nikolaikirche
Die Hände einer blinden Person ertasten den Schwelldruck der Westfassade. Die Hand eines Sehenden begleitet die Hände der blinden Person.
Auf dem Foto stellt ein Mitarbeiter der Nikolaikirche die Entwürfe des Unterbaues der Taststation vor. Studentinnen der Viadrina schauen gespannt zu.
Auf dem Foto sieht man verschiedene Schwellpapierdrucke der Nikolaikirche und eine Aluminiumplatte, die als Untergrund für die mobile Karte gedacht ist.

Blick auf die Taststationen

Links: Das Foto zeigt die Materialproben der Westfassade, im Hintergrund zeigt es das Gesamtmodell der Nikolaikirche. Rechts: Auf diesem Foto ist das Gesamtmodell der Nikolaikirche abgebildet, im Hintergrund ist außerdem der Kirchenraum sichtbar.
Dieses Foto zeigt die erste Station der Ausstellung von der Rückseite. Im Vordergrund befindet sich die Rückseite der Nikolaikirche, im Hintergrund befindet sich das Modell der Westfassade mit den Materialproben.
Auf diesem Foto ist das Modell der Westfassade abgebildet. Neben der Westfassade befinden sich Materialproben der Westfassade.
Links: Auf dem Foto ist die zweite Station der Ausstellung abgebildet. Dort befindet sich das Gewölbemodell, das Wandaufbaumodell und die taktile Querschnittgrafik. Rechts: Dieses Foto zeigt die taktile Beschriftung der Taststation, die unteren Enden des Gewölbemodells und zwei Figuren die als Referenz für die Größe des Modells dienen.
Diese Fotografie zeigt den Wandaufriss mit taktiler Beschriftung.

Renderings

Links: Grafik des Gesamt-Tastmodells der Nikolaikirche. Rechts: Grafik mit der Ansicht der Nordseite der Nikolaikirche.
Diese Grafik zeigt das Gesamtmodell mit dem aufgeschnittenen Innenraum der Nikolaikirche.
Links: Diese Grafik den Innenraum der Nikolaikirche mit der Orgelempore, vier der Pfeiler und dem Gewölbe. Rechts: Diese Grafik zeigt das Gesamtmodell mit dem aufgeschnittenen Innenraum der Nikolaikirche.
Links: Diese Grafik zeigt das Gewölbemodell der Nikolaikirche. Rechts: Diese Grafik zeigt das Gewölbemodell der Nikolaikirche von unten.
Diese Grafik zeigt das Modell des Wandausschnittes der Nikolaikirche.
Links: Diese Grafik zeigt ein Detail des Wandausschnittes: den Gewölbe-Ansatz. Rechts: Diese Grafik zeigt das Detail des Chorumgangs des Wandausschnittes.

Begleitmedien

Dieses Foto zeigt die Vorderseite des Flyers für die Ausstellungserweiterung. Auf der Vorderseite des Flyers sieht man den Innenraum der Nikolaikirche der mit roten Braillepunkten überdruckt ist und das Logo des Stadtmuseums.
Dieses Foto zeigt die Vorder- und Rückseite des Flyers für die Ausstellungserweiterung. Auf der Innenseite steht der Text in weiß auf rotem Grund. Hier sind die Braillepunkte transparent gedruckt.
Dieses Foto zeigt die mobilen Karten der Nikolaikirche. Schwelldrucke sind hier mit einer Ringbindung an einer Aluminiumplatte befestigt. Ein Gummiband fixiert die Seiten.

Inklusion im Detail

Sehende und blinde Besucher begutachten bei der Eröffnung das große Modell der Nikolaikirche.
Links: Eine blinde Besucherin ertastet das Modell der Westfassade. Sie nutzt den Audioguide um Informationen über diesen Abschnitt der Nikolaikirche zu erhalten. Rechts: Vier Besucher stehen vor der zweiten Taststation und erkunden die drei verschiedenen Modelle.
Hände ertasten die Materialienproben der Westfassade, die neben dem Modell der Westfassade montiert sind.
Links: Hände ertasten das Modell des Gewölbes der Nikolaikirche. Rechts: Auf dem Foto wird im Vordergrund die zweite Station der Ausstellung abgebildet, an deren Ende zwei Männer stehen die ein Gespräch führen.
Auf dem Foto wird das große Modell der Nikolaikirche gezeigt. Hinter dem Modell, an der geschnittenen Seite, betrachten zwei Besucher den Innenraum des Kirchenmodells.

Projektdetails

Projektumfang: Begleitung und Teil-Moderation der Fokusgruppentreffen, Konzeption und Umsetzung der Taststation inklusive Produktdesign, 3D-Daten-Erstellung, Grafikdesign, Beteiligung bei der Erstellung umfangreicher Audiodeskriptionstexte zur blindengerechten Bildbeschreibung, Produktionsbetreuung und -überwachung

Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern

Bibliothek für alle

Stellen Sie sich ein in die Jahre gekommenes Bibliotheksgebäude vor. Sehen Sie die staubigen Schilder mit vielen komplexen Nummernsystemen? Wer hier etwas sucht, muss es wirklich finden wollen. Gemeinsam mit dem Schweriner Innenarchitektur-Büro Baldauf haben wir inkl.Designer*innen diese harte Nuss geknackt! Nach einer umfassenden Analyse und einem Inklusionskonzept für das Gebäude, so dass nun auch die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen berücksichtigt werden, haben wir nicht nur das Leitsystem grafisch aufpoliert, sondern gleich die halbe Bibliothek umgeräumt.

Unsere größte Herausforderung: In einer Bibliothek befinden sich die Buchbestände in stetigem Wandel. Nichts bleibt für immer, wo es war. Die Beschilderung musste also veränderbar und auf jede Eventualität vorbereitet sein. Aus dem bisherigen Zahlensalat hat inkl.Design mit einer Radikalkur Häppchen gemacht, die leichter zu verdauen sind.

Anstelle durchnummerierter Räume gibt es nun nur noch Nummern für Themengebiete. Zieht ein Bestand um, bleibt die Nummer dennoch die gleiche. Das von uns erdachte Schildersystem verwendet neuartige Magnete, so dass es jederzeit erweiterbar, wiederverwendbar und weiterzuentwickeln ist.

Um die Aufenthaltsqualität in der Bibliothek weiter zu verbessern, haben wir außerdem Lese-Ecken eingerichtet. Hier sorgen Streifentapeten in der jeweiligen Bereichsfarbe für eine gute Atmosphäre.

Und wenn Sie sich jetzt fragen, wieso eine ganz normale Bibliothek auch an Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und an sehbehinderte oder blinde Leser denken sollte, bringen wir an dieser Stelle gern noch einmal ein bisschen Politik ins Spiel: Deutschland ist eines der ersten Länder, das die UN-Behindertenrechtskonvention anerkannt hat. Seit 2009 bekennt sich die Bundesrepublik zur umfassenden Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Höchste Zeit also für einen Umbau in der Schweriner Bibliothek.

Foto einer der Orientierungstafeln auf Rollpalette im Herstellerwerk
Foto des beleuchteten Eingangsbereiches der Landesbibliothek
Detailaufnahme eines taktil ausgeführten Buchstaben A
Eine junge Frau im Rollstuhl in Großaufnahme; lächelnd hält sie einen taktilen Übersichtsplan in der linken Hand, mit der rechten Hand zeigt sie „Daumen hoch“.
Foto mit Darstellung einer ausgeführten Korrektur des Piktogramms „Psst „ (Ruhe im Lesebereich).
quadratisches Schild zur Kennzeichnung des Bereiches B (weißer Großbuchstabe B auf hellgrünem Grund)
Piktogramm, das die verschließbare Aufbewahrung von Taschen und Rucksäcken signalisiert
Foto mit Ausschnitt der buntfarbigen Stäbchenelemente
Detailaufnahme eines taktilen Plans; hier das Wort „Ausleihe“ in Schwarz- und Brailleschrift sowie taktil ausgeführte Linien und Flächen
verschiedenfarbige vertikale Linien auf grauem Untergrund, die als Gestaltungsmittel in verschiedenen Bereichen der Bibliothek Anwendung finden
quadratisches Schild zur Kennzeichnung des Bereiches D (weißer Großbuchstabe D auf sonnengelbem Grund)
Foto des Ausleihe-Tresens, der die Gestaltung des Bibliothekseinganges mit den buntfarbigen Stäbchenelementen aufnimmt
quadratisches Schild zur Kennzeichnung des Bereiches C (weißer Großbuchstabe C auf magentafarbenem Grund)
Detailaufnahme eines Piktogramms, das Ruhebereiche kennzeichnet; links die Silhouette eines Kopfes, davor eine Hand mit Zeigefinger vor dem Mund, dazu der Schriftzug „Psst“
Detailaufnahme der Selbstverbuchung; hier der Schlitz für die Eingabe der Nutzerkarte durch eine Infografik gekennzeichnet, darunter das Muster mit den farbigen Strichen auf grauem Grund
Foto einer Tür mit transparentem Stäbchen Muster
Aufnahme während der Umsetzung einer Bedienungsanleitung; einige Elemente der Infografik sind durchgestrichen, dazu handschriftliche Ergänzungen und Verbesserungen auf dem Ausdruck
Piktogramm, das über Videoüberwachung informiert: ein weißes Ausrufezeichen auf einem dunkelgrauen Dreieck, rechts daneben eine stilisierte Videokamera und der Schriftzug „Video“
Foto einer Signalisation für die Benutzung der Aufzüge im Haus

Grafisches Konzept

Übersichtsschild mit austauschbar ausgeführten Informationen zum Bereich, zu Themengebieten und Raumnummern
Übersichtsschild mit den Raumbelegungen auf den 4 Ebenen der Landesbibiothek

Anleitungen

Bedienungsanleitung für den Zentraldrucker mit Infografiken und Text
Foto der Buchrückgabe mit Infografik und Text
Bedienungsanleitung für die Selbstverbuchung der Ausleihen mit Infografiken und Text
Bedienungsanleitung für die Schließfächer mit Infografiken und Text

Gestaltung im Raum

Foto einer farbigen Signalisation im Treppenhaus der Bibliothek zur Orientierung im Gebäudekomplex
Foto mit Blick in den Arbeitsbereich mit Lesetischen, Buchablagen und Hinweistafeln.
Foto der Haupteingangstreppe in die erste Etage mit Hinweisaufsteller zur Wegeführung und Bereichskennzeichnung
Foto mit Blick in die Freihandbibliothek mit Kennzeichnungen des thematischen Buchbestandes
Innere eines Schließfachs mit der dazugehörigen Bedienungsanleitung
Foto mit Blick auf eine Glastür mit einem Streifen farbiger Stäbchen als Tür-Signalisierung
Foto mit Blick auf eine Wandfläche bestehend aus einem Teppich farbiger Stäbchen in einem Durchgangsflur
linkes Foto: Foto mit Blick auf eine farbige Aufzugsbeschilderung rechtes Foto: Foto mit Blick auf die Stirnseite eines Regals der Freihandbücherei mit Magnetschildern zur Bestandsangabe und ein Buchablagetisch
Foto mit Blick in ein Treppenhaus mit taktilen Übersichtsplänen und Hinweisschildern
Foto der Haupteingangstür mit Beschriftung „Landesbibliothek“ und einer vollflächigen Gestaltung mit buntfarbigen Stäbchenelementen, die wichtiger Bestandteil der Leitsystems sind

Inklusion in Anwendung

Eine blinde junge Frau tastet die taktilen Übersichtspläne am Servicetresen der Landesbibliothek.
zweigeteiltes Bild; links: Detailaufnahme von tastenden Fingern auf einem taktilen Übersichtsplan der Landesbibliothek; rechts: vier taktile Übersichtspläne eingelassen in den Servicetresen bieten auch sehenden Menschen die Möglichkeit zur Orientierung innerhalb der Bibliothek
Eine junge Frau, im Rollstuhl sitzend, am Servicetresen der Bibliothek, der für Rollstühle unterfahrbar ist.

Projektdetails

Projektumfang: Umfangreiche Zugänglichkeitsanalyse, Inklusionskonzept für Besucher mit Behinderungen, Analyse der Orientierungsbedürfnisse, Beratung bei Planungsleistungen der taktilen Bodenindikatoren im Außen- und Innenraum, Konzeption Wegeleitsystem, Produktdesign Wegeleitsystem mit aktualisierbaren Elementen, Konzeption barrierefreier Elemente Wegeleitsystem (2-Sinne-Prinzip), Piktogrammfamilie, Layout und Grafikdesign, Produktionsbetreuung